"Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen und Abschied nehmen müssen."
(Albert Schweitzer)
Die Aufnahme in das St. Vincent Hospiz erfolgt auf Wunsch des Hospizgastes. Es werden Frauen und Männer, junge und alte Menschen aufgenommen, deren Erkrankung weder geheilt noch zum Stillstand gebracht werden kann. Die Aufnahme ist unabhängig von der Art der Erkrankung oder der Weltanschauung des Sterbenden.
Fachlich und persönlich qualifizierte Mitarbeiter aus vielen Fachdisziplinen (examinierte Pflegekräfte, vorwiegend mit palliativ-care-Weiterbildung, Mediziner, Seelsorger, Hauswirtschaftskräfte) begleiten den Hospizgast und seine Angehörigen. Im Vordergrund steht die Schmerztherapie, die durch ausreichend vorhandenes Fachpersonal sichergestellt ist. Die Linderung der Symptome, wie die Behandlung von Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Übelkeit sollen dem Hospizgast ermöglichen, die verbleibende Zeit noch lebenswert zu empfinden. Die psychische und seelische Belastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist groß, denn eine Verlegung ins Krankenhaus gibt es im Hospiz nicht mehr, da keine Aussicht auf Heilung besteht. Im Hospiz sind hauptsächlich Teilzeitkräften tätig. Es gibt keine festen Arbeitszeiten. Die Mitarbeiterinnen in der Pflege und Betreuung wissen, dass sie bei Bedarf zur Verfügung stehen und bei Unterbelegung frei machen müssen.
Wenn der Hospizgast, seine Angehörigen und Freunde es wünscht, stehen ihnen ein Theologe und ein Priester zur Verfügung. Sollte keine seelsorgerliche Begleitung gewünscht sein, wird dies selbstverständlich respektiert.
Einen wichtigen Dienst leisten die geschulten ehrenamtlichen Hospizhelferinnen. Sie widmen ihre Zeit intensiven Gespräche zum Abbau von Ängsten der Hospizgäste, betreuen aber auch die Angehörigen.