Wie finanziert sich das Hospiz?

Weil das Hospiz den besonderen Bedürfnissen der Schwerkranken und sterbenden Menschen gerecht werden will, kann es nicht wirtschaftlich geführt werden. Angesichts von Sterben und Tod können und dürfen Effizienz und Wirtschaftlichkeit keine Leitziele sein. Daher gibt es keine Vorgabe einer Vollbelegung des Hauses.

Das stationäre Hospiz wird durch eine Mischfinanzierung seitens der Kranken- und der Pflegekassen sowie dem Träger des Hospizes finanziert. Allerdings reichen die Pflegesätze der Kranken- und Pflegekassen nicht annährend aus, um die notwendige intensive persönliche Betreuung und Pflege der schwerstkranken Hospizgäste zu gewährleisten. Hier muss der Träger einspringen. Derzeit verlangen die Kassen von den Hospizträgern eine Eigenleistung in Höhe von 5 Prozent. Die tatsächliche Eigenleistung der Träger liegt jedoch etwa doppelt so hoch. Dies aber nur für den Fall einer 80-prozentigen Belegung im Jahresdurchschnitt. Auf die tatsächliche Belegung nimmt unser Hospiz aber keinen Einfluss.

Dem Mannheimer Hospiz St. Vincent fehlten in den letzten Jahren auf Grund nicht ausreichender Pflegesätze jeweils zwischen 100.000 und 150.000 Euro zum Ausgleich aller Kosten. Der Fehlbetrag musste durch Eigenmittel des Mannheimer Caritasverbandes und durch Spenden aufgebracht werden. Der Förderverein versucht, mit seiner Arbeit das Defizit auszugleichen und zugleich außerordentliche Investitionen und Anschaffungen im Hospiz zu ermöglichen.

Ohne das ehrenamtliche Engagement des Vereins und die Spenden vieler Menschen, darunter auch Hospizgäste und ihre Angehörige, wäre das Hospiz auf Dauer nicht zu finanzieren.